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Robert Seiringer von der Fakultät für Physik wurde mit dem renommierten Henri-Poincare-Preis der International Association of Mathematical Physics (IAMP) auszeichnet.


International Association of Mathematical Physics (IAMP) Mathematische Physik der Fakultät für Physik Physics Department, Princeton University
Henri-Poincare-Preis für Physiker der Universität Wien
Auszeichnungen
Redaktion am 11. August 2009

Robert Seiringer von der Fakultät für Physik, der derzeit an der Princeton University (USA) tätig ist, wurde mit dem renommierten Henri-Poincare-Preis der International Association of Mathematical Physics (IAMP) auszeichnet. Der Preis wird seit 1997 alle drei Jahre für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der mathematischen Physik vergeben. Gemeinsam mit drei anderen Preisträgern erhielt Seiringer die Auszeichnung Anfang August beim Kongress der IAMP in Prag.

Bereits zum zweiten Mal erhält ein Österreicher und Wissenschafter der Universität Wien den Henri-Poincare-Preis: Nach Walter Thirring im Jahr 2000 wurde heuer der erst 32-jährige Robert Seiringer von der Gruppe Mathematische Physik an der Fakultät für Physik mit dem renommierten Preis geehrt.

Robert Seiringer bekommt die Auszeichnung vor allem für seine mathematischen Analysen kondensierter Materie bei sehr tiefen Temperaturen, insbesondere im Zusammenhang mit sogenannten Bose-Einstein-Kondensaten (BEC). Im Zustand des BEC verlieren Teilchen bei Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt quasi ihre Identität und beginnen im Gleichschritt zu funktionieren. Besonders interessant sind die BEC, weil daran die teils höchst seltsamen Phänomene der Quantenwelt makroskopisch sichtbar gemacht werden können. BEC wird als eigener Zustand der Materie - neben gasförmig, fest oder flüssig – angesehen; seine erstmalige Erzeugung im Jahr 1995 wurde 2001 mit dem Nobelpreis gewürdigt.

Robert Seiringer

Geboren 1976 in Vöcklabruck (OÖ), studierte Robert Seiringer an der Universität Wien Theoretische Physik. Seine Dissertation verfasste er bei Jakob Yngvason, dem derzeitigen Gruppensprecher der Mathematischen Physik der Universität Wien. 2005 habilitierte sich Seiringer an der Universität Wien. Mit einem Schrödinger-Stipendium ging er 2001 an die renommierte Princeton University, wo er seit 2003 als Assistant Professor am Department of Physics tätig ist. An der Universität Wien hat Seiringer ebenfalls eine - derzeit karenzierte - Ao.-Professur inne.

Poincare-Preis

Der von der "Fondation Daniel Iagolnitzer" in Paris gestiftete Preis ist nach dem französischen Mathematiker, Physiker und Philosophen Henri Poincare (1854-1912) benannt. Seiringer erhält den Poincare-Preis gemeinsam mit Jürg Fröhlich, Yakov G. Sinai, und Cédric Villani. Im Jahr 2000 war bereits der Wiener theoretische Physiker Walter Thirring mit dem Poincare-Preis ausgezeichnet worden. (APA)

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