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Zum 60. Geburtstag des Historikers Mitchell G. Ash wird am Freitag 10. Oktober das Buch "Sachunterricht. Fundstücke aus der Wissenschaftsgeschichte" präsentiert.









Artikel über Mitchell Ash und "sein" 1968: USA 1968: Keine einheitliche Bewegung (Juni 2008) Institut für Geschichte der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät Festschrift "Sachunterricht" Eine Reihe unterschiedlicher Fundstücke, die vor langer Zeit in privaten Kuriositätenordnern abgelegt worden sind, wurden für das Buch "Sachunterricht" (Löcker Verlag) zusammengestellt. In den kurzen Texten geht es etwa um Bartgeier und ihre Rehabilitation vom Ruf des "Kindermörders", um die archivierte Brille von Johann Josef Prechtl (1778-1854), der den ersten Organisationsplan des k. k. polytechnischen Instituts in Wien verfasste, um die Geschichte der Lehrkanzel und ihre Bedeutung im Zusammenhang mit der Lehrpraxis an den Universitäten sowie um die Bedeutung der Tierschilder im Zoo. "Anglistik", "Eugenik", "NS-Ärzteschaft" lauten einige weitere Titel der insgesamt 35 Beiträge, womit die Breite des gebotenen Sachunterrichts unterstrichen wird. Die Neuerscheinung will "über die Widmung als Festschrift hinaus einen Überblick über aktuelle wissenschaftshistorische Forschungen bieten", schreiben die Herausgeber Thomas Brandstetter, Christina Wessely und Dirk Rupnow.
Historiker Mitchell Ash feierte 60. Geburtstag
Jubiläen, Veranstaltungen
Petra Schiefer (Redaktion) am  7. Oktober 2008

Zum 60. Geburtstag des Historikers Mitchell G. Ash, Universitätsprofessor für Geschichte der Neuzeit am Institut für Geschichte, wird am Freitag 10. Oktober 2008 das Buch "Sachunterricht. Fundstücke aus der Wissenschaftsgeschichte" präsentiert, worin ihm 35 KollegInnen verschiedene Beiträge widmen.

Am 26. September 1948 in New York geboren, zog es Mitchell G. Ash nach seinem Magisterabschluss in Geschichte und Wissenschaftsgeschichte an der Harvard University an die Freie Universität Berlin, wo er Deutsche Sozialgeschichte, Allgemeine Wissenschaftsgeschichte, Wissenschaftssoziologie sowie Geschichte der Psychologie studierte. 1982 schloss er an der Harvard University, an welcher er von 1974 bis 1977 als "Teaching Fellow" unterrichtete, mit Ph.D. sein Studium ab.

Nationalsozialismus und Emigration

Seit 1984 unterrichtete Ash an der University of Iowa u.a. Allgemeine Wissenschaftsgeschichte, Neuere Deutsche Geschichte und Geschichte der Psychologie.

Als Fellow und Gastprofessor an verschiedenen Instituten im deutschsprachigen Raum, u.a. in Berlin, Göttingen und von 1994 bis1994 an der Universität Wien, setzte er sich vor allem mit dem Wissenschaftswandel durch Emigration nach 1933 sowie dem Nationalsozialismus auseinander.

Seit 1997 ist Mitchell G. Ash Ordentlicher Universitätsprofessor für Geschichte der Neuzeit an der Universität Wien, wobei er seinen Schwerpunkt u.a. auf die Berücksichtigung der Rolle von Wissenschaft und Technik im Laufe der Geschichte sowie auf den Wandel der Wissenschaften in politischen Umbruchzeiten legt.

Vorstände und Fachgremien

Neben seinen Positionen als Vorsitzender der Studienkommission Geschichte seit dem Jahr 2000 und als Mitglied des Senats an der Universität Wien war Ash von 2002 bis 2004 zudem als Präsident der Gesellschaft für Wissenschaftsgeschichte tätig und ist seit 1998 Beiratsmitglied der österreichischen Gesellschaft für Wissenschaftsgeschichte.

Als Ordentliches Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften agiert Ash seit 2000 als Sprecher der Arbeitsgruppe "Psychologisches Denken und psychologische Praxis in wissenschaftshistorischer und interdisziplinärer Perspektive".

Mitchell Ash ist weiters als Gutachter für verschiedene Universitäten, Fachzeitschriften und Stiftungen tätig und war auch Mitherausgeber der Monographiereihe "Cambridge Studies in the History of Psychology". Der gefeierte Professor ist zudem Mitglied verschiedener Fachmagazine und unzähliger wissenschaftlicher Gesellschaften.

Buchpräsentation

35 seiner Wegbegleiter, darunter KollegInnen und SchülerInnen, widmen Mitchell G. Ash in dem Band "Sachunterricht. Fundstücke aus der Wissenschaftsgeschichte" mehrere Beiträge. Die feierliche Präsentation des Buches, herausgegeben von Thomas Brandstetter, Dirk Rupnow und Christina Wessely, findet am Freitag, 10. Oktober 2008 statt. Mitchell Ash zu Ehren sprechen Rektor Georg Winckler, Dekan Michael Schwarz, Institutsvorstand Karl Vocelka, die HerausgeberInnen sowie einige AutorInnen. (ps)


Fest für Mitchell Ash und Buchpräsentation "Sachunterricht. Fundstücke aus der Wissenschaftsgeschichte"
(Löcker Verlag)
Freitag, 10. Oktober 2008, 18 Uhr
Lounge des Sigmund Freud Museums
Berggasse 19, 1090 Wien
Einladung (PDF)

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