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Ingeborg Sickinger ist seit März 2009 Geschäftsführerin des Alumniverbandes.


Alumniverband der Universität Wien  
Ingeborg Sickinger: Die Universität Wien in ihrer Gesamtheit (re)präsentieren
Service, Köpfe & Karriere
Marion Wittfeld (Redaktion) am  5. August 2009

Die Universität Wien hat als größte Universität im deutschen Sprachraum rund 74.000 Studierende; Alumni gibt es schätzungsweise zwischen 100.000 und 140.000. Der Alumniverband wurde 2008 vom Rektorat strategisch neu ausgerichtet. Seit Jänner 2009 ist Brigitte Ederer Präsidentin des Alumniverbands und seit März 2009 ist Ingeborg Sickinger mit der Geschäftsführung betraut. Im Interview mit "dieUniversitaet-online" spricht die Geschäftsführerin über die neue Herausforderung.

Ingeborg Sickinger hat an der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät Germanistik und Romanistik studiert und 1989 bei Wendelin Schmidt-Dengler promoviert. Danach war sie u.a. als selbstständige Trainerin und Moderatorin sowie im Project Consulting bei der Siemens AG Österreich tätig. Die Themen Bildung bzw. Weiterbildung lagen ihr stets besonders am Herzen. "Ich bin überzeugt davon, dass Menschen nicht nur einmal in ihrem Leben - z.B. in der Schule oder an der Universität - lernen, sondern dass Lernen ein lebenslanger und beständiger Prozess ist. Jeder steht ständig vor neuen - kleineren oder größeren - Herausforderungen. Mir macht es Freude, die Menschen in ihrer beruflichen Weiterbildung und Wissensaneignung zu unterstützen", erklärt Ingeborg Sickinger: "Alumni Neu bedeutet, dass für unsere AbsolventInnen verstärkte Möglichkeiten geschaffen werden, vom Wissens- und Forschungsreichtum der Universität Wien zu profitieren. Und auch umgekehrt: die Universität Wien möchte die Brücke zur Praxis verstärken und von den Erfahrungen ihrer Alumni und Alumnae lernen und profitieren."

Das Interesse an der Alumniarbeit wurde auch durch ein persönliches Erlebnis bestärkt: "Im vorigen Jahr war ich zu Besuch an der Stanford University. Ich war beeindruckt, was man alles zum Thema Alumniarbeit machen kann, das bietet unglaubliche Perspektiven. Als ich dann nach Wien zurückkam und die Stellenanzeige der Universität Wien in der Zeitung gelesen habe, war für mich sofort klar, dass ich mich dafür bewerben werde."

"Die Universität sucht ihre AbsolventInnen"


Der Alumniverband existiert seit 15 Jahren und umfasst derzeit ca. 2.000 Mitglieder. Ein beständiger Kontakt mit den Alumni, die nicht Mitglieder sind, wurde bisher nicht gepflegt: "Ich selbst bin seit 20 Jahren Alumna der Universität Wien. Die Universität ist nie an mich persönlich herangetreten. Das soll anders werden. Wir möchten den Stellenwert, AbsolventIn dieser Universität zu sein, hervorheben, sonst versinkt es bei den meisten einfach in ihrer Biographie."

Neben der eher schwierigen Recherche nach Ehemaligen stehen deshalb im ersten Schritt vor allem die JungabsolventInnen im Fokus der Kontaktpflege. So ist ab Herbst 2009 die Herausgabe eines Alumni-Magazins der Universität Wien geplant, ein Wissensmagazin mit News und Veranstaltungsankündigungen, das den AbsolventInnen unentgeltlich drei- bis viermal im Jahr zugeschickt werden soll. Zusätzlich wird die Alumniarbeit auch in Social Networks wie "XING!" und "Facebook" transportiert: "Wenn man bei 'XING!' als Suchbegriff 'Universität Wien' eingibt, dann werden 15.000 Personen angezeigt, die sowohl Aktive als auch Ehemalige der Universität sind. Bei 'Facebook' sind es ca. 8.000 Personen. Das ist für uns eine Möglichkeit, mit den Leuten in Kontakt zu treten bzw. zu bleiben, Veranstaltungen zu bewerben, das Networking und die Verbindung zur Universität zu stären."

Wussten Sie, dass Bundespräsident Fischer Rechtswissenschaften studiert hat?

Die neue Veranstaltungsreihe "unitalks" setzt darauf, den Ideen- und Informationenaustausch zu fördern und Alumni der Universität zur Mitarbeit zu motivieren. Als prominente RednerInnen wurden neben Bundespräsident Heinz Fischer (Alumnus der Rechtswissenschaften) auch Brigitte Ederer, Vorstandsvorsitzende von Siemens Österreich (Alumna der Volkswirtschaft) und der Regisseur und Oscar-Preisträger Stefan Ruzowitzky (Alumnus der Geschichte und Theaterwissenschaften) gewonnen. "Durch das Beispiel bekannter Persönlichkeiten, deren Karriere an der Universität Wien ihren Ausgangspunkt genommen hat, wollen wir aufzeigen, dass die Ausbildung an der Universität Wien einen sehr guten Start ins Berufsleben bietet", erklärt die gebürtige Wienerin.

Auf die Frage, welche weiteren prominenten Alumni sie sich als RednerInnen wünsche, fallen ihr spontan drei Namen ein: Wissenschaftsminister Johannes Hahn (Alumnus der Philosophie), Schriftsteller Daniel Kehlmann (Alumnus Philosophie und Germanistik) sowie die Generaldirektorin der Österreichischen Nationalbibliothek, Johanna Rachinger (Alumna Theaterwissenschaft und Germanistik). "Es geht uns allerdings nicht nur um prominente Beispiele, sondern wir möchten grundsätzlich alle Ehemaligen zur Mitarbeit motivieren. Jede/r, die oder der an der Universität Wien studiert und kreative Ideen hat, ist eingeladen, sich jederzeit bei uns zu melden." (mw)


Dr. Ingeborg Sickinger ist seit März 2009 die neue Geschäftsführerin des Alumniverbandes der Universität Wien.


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