Archiv der Online-Zeitung der Universität Wien
Johann Mulzer erhält Emil-Fischer-Medaille |
| Auszeichnungen |
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| Redaktion am 14. Januar 2010 |
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Johann Mulzer, seit 1996 Professor am Institut für Organische Chemie der Universität Wien, wurde von der Gesellschaft Deutscher Chemiker mit der Emil-Fischer-Medaille ausgezeichnet. Dabei handelt es sich um eine der höchsten und traditionsreichsten Auszeichnungen der 1912 gegründeten Gesellschaft. Die Verleihung findet Mitte September 2010 in Weimar statt. |
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Die Emil-Fischer-Medaille der Gesellschaft Deutscher Chemiker wurde 1912 von dem Industriellen Carl Duisberg anlässlich des 60. Geburtstags des Nobelpreisträgers Emil Fischer gestiftet. Sie wird alle zwei Jahre einem herausragenden Forscher auf dem Gebiet der Organischen Chemie verliehen und gilt in diesem Bereich als die höchste Auszeichnung in Deutschland.
Johann Mulzer, der Preisträger 2010, wurde von der Gesellschaft Deutscher Chemiker für seine "brillanten und international anerkannten Leistungen auf dem Gebiet der Naturstoffsynthese" ausgezeichnet. "Diese Auszeichnung ist für mich eine besondere Freude, da ich der erste Professor einer österreichischen Universität bin, dem diese Ehre zuteil wird", erklärt Johann Mulzer: "Weiters ist es eine Anerkennung des Wiener Instituts und seiner jahrzehntelangen Tradition in der Naturstoff-Forschung."
Wissenschaftliche Stationen von Johann Mulzer
Johann Mulzer, 1944 in Deutschland geboren, absolvierte 1974 seinen PhD in Organischer Chemie an der Universität München. Nach einem Postdoc-Jahr an der Universität Harvard habilitierte er sich 1980 an der Universität München, wo er bis 1982 Assistenzprofessor war. Nach einer weiteren Assistenzprofessur an der Universität Düsseldorf übernahm Mulzer von 1984 bis 1995 eine Professor an der Freien Universität Berlin, danach hatte er ein Jahr eine Professur an der Universität Frankfurt inne. Seit 1996 ist Johann Mulzer Professor für Organische Chemie an der Universität Wien.
Zu seinen bisherigen Auszeichnungen zählen u. a. der Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (1994), der Ernst-Schering-Preis der Schering Research Foundation (1997), der Erwin-Schrödinger-Preis der ÖAW (1999) und der Preis der Stadt Wien für Naturwissenschaften (2002). (red) |