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Goldenes Doktordiplom für Leon Zelman (Juli 2006)
Leon Zelman (1928-2007) ist gestorben
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Redaktion am 11. Juli 2007

Der Publizist und Leiter des Jewish Welcome Service Vienna (JWS) Prof. Dr. Leon Zelman ist heute früh, Mittwoch, 11. Juli 2007 im Alter von 79 Jahren nach langer schwerer Krankheit im Wiener Wilhelminenspital verstorben. Vor einem Jahr wurde er an der Universität Wien mit dem Goldenen Doktordiplom ausgezeichnet.

Leon Zelman (geb. 1928 in Szczekociny in Polen) war international vor allem durch den "Jewish Welcome Service", den er mitbegründete und dem er bis zu seinem Tod als Präsident vorstand, bekannt. In den letzten 25 Jahren engagierte sich Zelman unermüdlich dafür, von den Nationalsozialisten aus Österreich vertriebenen Jüdinnen und Juden einen Besuch in der alten Heimat möglich zu machen. Rund 4.000 jüdische ExilösterreicherInnen kamen in dieser Zeit auf Vermittlung des "Jewish Welcome Service" nach Wien. Damit machte er nicht nur international auf die jüdische Kultur in Österreich aufmerksam, sondern trug auch wesentlich zum besseren Verständnis des Judentums in Österreich und zur Vergangenheitsbewältigung bei.

Zelman wurde für sein Lebenswerk mehrfach ausgezeichnet: Im Mai 2006 erhielt er den Ehrenpreis des Presseclubs Concordia, im Oktober 2005 das "Große Ehrenzeichen für die Verdienste um die Republik Österreich" und im April 2005 den "Goldenen Rathausmann" der Stadt Wien, 2001 bekam er den Ehrenring der Stadt Wien überreicht. Für den Herbst war die Verleihung der bereits beschlossenen Bürgerwürde geplant.
Am 5. Juli 2006 erhielt Leon Zelman im Großen Festsaal der Universität Wien das Goldene Doktordiplom; die Laudatio hielt der emeritierte Publizistik-Professor Wolfgang Langenbucher.

Laudatio von Wolfgang Langenbucher (PDF)

Zelman überlebte im Zweiten Weltkrieg die KZs Auschwitz, Mauthausen und Ebensee. 1949 begann er sein Studium an der Universität Wien, den Abschluss machte er 1954. Seine Dissertation verfasste er zum Thema "Der Film als Beeinflussungsmittel der öffentlichen Meinung". 1951 war er Mitbegründer der Jahreszeitschrift "Jüdisches Echo", deren Chefredakteur er bis vor wenigen Jahren war.


Das Begräbnis findet am Freitag, 13. Juli 2007 um 12.30 Uhr am Wiener Zentralfriedhof (4. Tor, Zeremonienhalle) statt. (vs/mh) 

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