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Peter Rastl. Foto: ro


Zentraler Informatikdienst "Comment" ? Mitteilungen des ZID   Lesen Sie auch: Peter Rastl: Vater des Internet in Österreich
Peter Rastl, Vater des österreichischen Internet, wird 60
Jubiläen
Anna Kim (Redaktion) am 17. November 2005

1986 wurden erstmals E-Mails an der Universität Wien verschickt, vier Jahre später wurde der Großrechner der Universität Wien, genauer gesagt das EDV-Zentrum, mit einer festen Standleitungsverbindung zum Genfer Forschungszentrum CERN an das internationale Internet angeschlossen: die Geburtsstunde des Internet in Österreich. Dessen Vater, Peter Rastl, seit 1976 Leiter des Zentralen Informatikdienstes (ZID), feiert am Sonntag, 20. November, seinen 60. Geburtstag.

"Als ich Ende der siebziger Jahre gehört habe, es gibt so etwas wie E-Mail, war meine erste Reaktion: 'Was ist das für ein Blödsinn! Für so primitive Dinge wie Briefe schreiben verwendet man diese teuren Großrechenanlagen?'," erzählt Dr. Peter Rastl. Nichtsdestotrotz unterstützte er die Einführung der E-Mail-Kommunikation an der Universität Wien ebenso wie die Einführung des Internet. Von den Initiativen des ZID hat aber nicht nur Österreich profitiert, auch die Länder des ehemaligen Ostblocks nach der Wende zu Beginn der 1990er Jahre: Gemeinsam mit IBM wurden an allen wichtigen Universitätsstädten in diesen Ländern Computersysteme installiert, die auch mit dem Internet vernetzt wurden. Ein Chemiker als Chefprogrammierer Geboren 1945 in Bad Aussee, ist Peter Rastl seit 1976 als Leiter des ZID tätig. Nach einem Chemie-, Mathematik- und Physik-Studium an der Universität Wien promovierte er 1974 in Chemie. 1970 wurde er als wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Statistik angestellt, von 1971 bis 1974 arbeitete er dort als Chefprogrammierer. 1974 übernahm er die wissenschaftliche Leitung des Interfakultären Rechenzentrums der Universität Wien und zwei Jahre später die Leitung des ZID, damals noch EDV-Zentrum der Universität Wien. ZID vernetzt Uni Wien Mittlerweile beschäftigt der ZID an die 150 MitarbeiterInnen und ist für den gesamten IT-Bereich der Universität Wien, den Service im Bereich Informationstechnologie und Telekommunikation sowie für das Telefonwesen zuständig. Auch stellt er die IT-Infrastruktur für Lehre und Forschung bzw. für die Verwaltung und die Universitätsbibliothek an der Universität Wien bereit. Außerdem betreibt der ZID das österreichische Wissenschaftsnetz ACOnet, das alle Universitäten des Landes, Forschungs- und Bildungseinrichtungen mit dem Internet verbindet. Dazu kommt noch der Service für Studierende, Unet, und der Bereich des E-Learnings, der mit WebCT Vista seit dem Wintersemester 2004 an der Universität Wien im Einsatz ist. (ak)

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