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Departement für Pharmakognosie   Schwarzer Holunder gegen Erkältung und Grippe
Pflanzen- und Drogenforscher Kubelka wird 70
Jubiläen
Redaktion am 18. Februar 2005

Em. Prof. Mag. Dr. Wolfgang Kubelka vom Departement für Pharmakognosie der Universität Wien wird heute 70 Jahre alt. Der pharmazeutische Biologe wurde durch seine Arbeiten über Pflanzenmedizin über die Fachwelt hinaus bekannt.

Laut der Österreichischen Apotheker-Zeitung (ÖAZ) geht die Leidenschaft des gebürtigen Wieners Kubelka für Pflanzen bis in seine frühe Jugend zurück, so soll er noch vor dem Schuleintritt mit Hingabe Maiglöckchen gezeichnet haben. Nach Absolvierung des Piaristengymnasiums in Wien begann er 1953 mit dem Pharmazie-Studium an der Universität Wien, das er 1959 mit dem Magister und 1965 mit dem Doktor beendete. Noch während seines Studiums erhielt er auf Grund seines wissenschaftlichen Interesses eine Stelle als wissenschaftliche Hilfskraft, 1963 wurde er dann zum Universitätsassistenten befördert. Dissertation und Habilitation rund ums Maiglöckchen Sowohl seine Dissertation "Beitrag zur Kenntnis der herzwirksamen Glykoside aus Convallaria majalis L." als auch seine Habilitationsschrift "Über Cardenolidglykoside" waren vom Maiglöckchen bzw. dessen Wirkstoffen geprägt. Die Frühlingspflanze, die alljährlich auf Grund ihrer Giftigkeit und der Verwechslungsgefahr mit Bärlauch in die Schlagzeilen gerät, kann in der richtigen Dosierung auch heilende Wirkung haben. 1977 wurde der pharmazeutische Biologe dann zum außerordentlichen Professor und 1983 zum Ordinarius für Pharmakognosie ernannt. Von 1987 bis 1991 war er auch Dekan der Formal- und Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien. Kubelka ist seit 2003 als Professor emeritiert, als Forscher und Lehrender an der Universität Wien aber weiter tätig. So hält er etwa im kommenden Sommersemester eine einführende Vorlesung und beteiligt sich an einer Exkursion zu heimischen Arznei- und Giftpflanzen. Pflanzliche Alternativen statt Chemie Denn auch abseits der Maiglöckchen-Forschung befassen sich die wissenschaftlichen Arbeiten Kubelkas in der Regel mit pflanzlichen Arzneiwirkstoffen. Über Fachvereinigungen stärkte er das Bewusstsein für die Medizin aus der Natur in der akademischen Welt, über Vorträge gab er sein Wissen an die Apothekerschaft und die Bevölkerung weiter. Bei Stress sollte der Griff in den Chemie-Kasten nicht die erste Wahl sein, hier gibt es etwa mit Baldrian auch pflanzliche Alternativen, betont der emerierte Professor stets. Der Griff zum Arzneimittel ist in seinen Augen erst die dritte Wahl. Wenig Freude hat der Experte mit so genannten Wunderdrogen, die immer wieder unters Volk gebracht werden und laut aufwändiger Werbung für so ziemlich alles gut sein sollen. Auch bei der Befassung etwa mit tibetischer oder chinesischer Arzneikunde steht für Kubelka wissenschaftliche Seriosität über allem. (APA/red)

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