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Ilse Fischer, START-Preisträgerin 2009


Homepage Ilse Fischer FWF – Der Wissenschaftsfonds Startprogramm des FWF Internationale START-/Wittgenstein-Jury
START-Preis 2009 für Mathematikerin Ilse Fischer
Auszeichnungen
Redaktion am 19. Oktober 2009

Bei der Vergabe der START-Preise des FWF ging eine der insgesamt sechs Auszeichnungen an die Universität Wien. Das Forschungsprojekt "Kompakte Abzählformeln für verallgemeinerte Partitionen" der Mathematikerin Ilse Fischer wird über den START-Preis sechs Jahre gefördert.

Mit dem START-Programm werden junge SpitzenforscherInnen in Österreich gefördert. WissenschafterInnen bis zum 36. Lebensjahr wird damit die Möglichkeit geboten, auf längere Sicht und finanziell weitgehend abgesichert, ihre Forschungsarbeiten zu planen und eine eigene Arbeitsgruppe aufzubauen. Die NachwuchsforscherInnen erhalten in den nächsten sechs Jahren jeweils 200.000 Euro jährlich für ihre wissenschaftlichen Arbeiten.

Eine der insgesamt sechs Auszeichnungen ging heuer an die Universität Wien. Das Forschungsprojekt "Kompakte Abzählformeln für verallgemeinerte Partitionen" der Mathematikerin Ilse Fischer wird über den START-Preis sechs Jahre gefördert. Die restlichen Preise gingen an vier österreichische Universitäten: Nach Innsbruck an Arthur Kaser und David Teis von der Medizinischen Universität und Francesca Ferlaino vom Institut für Experimentalphysik der Leopold-Franzens-Universität. Weitere START-Preise erhielten Manuel Kauers vom Research Institute for Symbolic Computation der Johannes-Kepler-Universität Linz und Thorsten Schumm vom Atominstitut der Technischen Universität Wien. Mit dem Wittgensteinpreis wurden dieses Jahr Jürgen Knoblich von IMBA (Institute of Molecular Biotechnology GmbH) sowie Gerhard Widmer vom Institute for Computational Perception der Johannes-Kepler-Universität Linz ausgezeichnet.

Ilse Fischer

Ilse Fischer, geb. 1975 in Klagenfurt, ist seit 2004 Universitätsassistentin am Institut für Mathematik der Universität Wien. Nach dem Mathematikstudium an der Universität Wien graduierte sie 1998, es folgte das Doktorat im Jahr 2000. Von 1999 bis 2004 arbeitete Ilse Fischer als Universitätsassistentin an der Universität Klagenfurt, 2001 forschte sie als Postdoc im Rahmen eines Stipendiums der Universität Klagenfurt am MIT in den USA. 2004 kehrte sie als Universitätsassistentin an die Universität Wien zurück, wo sie sich 2006 habilitierte. Im selben Jahr erhielt Ilse Fischer den Dr.-Maria-Schaumayer-Preis.

Forschungsschwerpunkt


Zahlen und Formeln werden gemeinhin mit Mathematik assoziiert. Das Projekt von Ilse Fischer verbindet die beiden Begriffe.

Zahlen benützt man unter anderem zum Abzählen. Beispielsweise kann man schon mit Mitteln der Schulmathematik sehen, dass es insgesamt 8.145.060 verschiedene Lottotipps bei "6 aus 45" gibt. In dem Projekt geht es um die Entwicklung von effizienten Abzählmethoden – die zu zählenden Objekte stammen dabei aus den verschiedensten Bereichen, wie beispielsweise innermathematisch der Algebra und außermathematisch der statistischen Physik, wo unter anderem gewisse Molekülanordnungen gezählt werden.

Es liegt in der Natur der Sache, dass man nur sehr wenige Abzählprobleme durch eine einfache Formel lösen kann. Überraschender ist jedoch, dass es MathematikerInnen noch immer schwer fällt vorauszusagen, wann ein Abzählproblem so eine einfache Lösung zulässt. Das ultimative Ziel des Projektes ist es, das diesbezügliche Verständnis entscheidend zu verbessern. Der vorgeschlagene Ansatz ist ein geometrischer, der eine bildliche Erklärung für die auftretenden Phänomene liefern soll.

Über die START-Preise

Die START-Preise werden seit 1996 verliehen. Das Programm richtet sich an ForscherInnen aller Fachdisziplinen, die außergewöhnliche internationale wissenschaftliche Publikationstätigkeit vorweisen können und schon über Auslandserfahrung verfügen. Die Entscheidung über die PreisträgerInnen trifft eine internationale Jury, die sich aus renommierten ExpertInnen aus dem Ausland zusammensetzt. Die zugewiesenen Gelder dürfen ausschließlich für Forschungsarbeiten verwendet werden. Das Programm wird vom Wissenschaftsfonds FWF im Auftrag des Wissenschaftsministeriums durchgeführt. (af)

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