Für ihre beiden gemeinsamen Bücher zur Geschichte des österreichischen Films erhielten Elisabeth Büttner vom Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft und Christian Dewald vom Filmarchiv Austria den Victor-Adler-Staatspreis für Geschichte sozialer Bewegungen 2009. Der Victor-Adler-Förderpreis geht an Georg Spitaler vom Institut für Politikwissenschaft. Die Auszeichnungen werden am Freitag, 24. April 2009 um 19 Uhr im Palais Harrach im Namen von Bundesminister Johannes Hahn offiziell verliehen. |
Am Freitag, 24. April 2009 verleiht das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (bmwf) den Victor-Adler-Staatspreis für Geschichte sozialer Bewegungen 2009. Der Hauptpreis geht an die FilmwissenschafterInnen Univ.-Prof. Dr. Elisabeth Büttner, M.A. vom Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft und Dr. Christian Dewald vom Filmarchiv Austria. Den Förderpreis bekommt Dr. Georg Spitaler vom Institut für Politikwissenschaft.
Victor-Adler-Staatspreis
Der Victor-Adler-Staatspreis für Geschichte sozialer Bewegungen wird für hervorragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Sozial- und Kulturhistoriographie vergeben. Der Preis wird alle zwei Jahre vom bmwf verliehen; initiiert wurde er vom Verein für Geschichte der Arbeiterbewegung (VGA). Mit 7.500 Euro ausgestattet, ist der Victor-Adler-Staatspreis der höchstdotierte Preis für Geisteswissenschaften in Österreich.
Hervorragende Leistungen im Bereich Geschichte sozialer Bewegungen
Die MedienwissenschafterInnen Büttner und Dewald bekommen den renommierten Preis für ihre beiden Bücher zur Geschichte des österreichischen Films zuerkannt: "Anschluß an Morgen. Eine Geschichte des österreichischen Films von 1945 bis zur Gegenwart" (Salzburg/Wien 1997) und "Das tägliche Brennen. Eine Geschichte des österreichischen Films von den Anfängen bis 1945" (Salzburg/Wien 2002).
"Für uns bedeutet der Preis auch eine Anerkennung jahrzehntelanger unabhängiger Forschung außerhalb der Institutionen", freut sich Elisabeth Büttner. Ihr unmittelbarer prominenter Vorgänger ist der mehrfach (u.a. mit dem Pulitzer-Preis 1981) ausgezeichnete amerikanische Kulturhistoriker Univ.-Prof. Dr. Carl Schorske, der 2007 mit dem Victor-Adler-Staatspreis geehrt wurde - "das allein ist schon eine Auszeichnung für sich", so die Preisträgerin.
Der Politikwissenschafter Georg Spitaler erhält den Victor-Adler-Förderpreis für sein Buch "Authentischer Sport – inszenierte Politik? Zum Verhältnis von Mediensport, symbolischer Politik und Populismus in Österreich" (Frankfurt/M. 2005).
Preisverleihung
Die beiden Preise werden durch Min.Rat Univ.-Doz. Dr. Gerhard Pfeisinger vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung im Namen von Bundesminister Dr. Johannes Hahn verliehen. Die Laudationes sprechen Univ.-Doz. Dr. Wolfgang Maderthaner vom Verein für Geschichte der Arbeiterbewegung und Ao. Univ.-Prof. Dr. Roman Horak vom Institut für Kunstwissenschaften, Kunstpädagogik und Kunstvermittlung der Universität für angewandte Kunst Wien. Die Preisverleihung ist öffentlich. (br)
Preisverleihung: Victor-Adler-Staatspreises für Geschichte sozialer Bewegungen 2009 Freitag, 24 April 2009, ab 19 Uhr im Palais Harrach Freyung 3, Stiege 3, 2. Stock, 1010 Wien Nähere Informationen Einladung
Buchtipps:
Elisabeth Büttner, Christian Dewald: "Anschluß an Morgen. Eine Geschichte des österreichischen Films von 1945 bis zur Gegenwart"; Salzburg/Wien, Residenz Verlag 1997 (504 Seiten; ISBN 3-7017-1089-9)
Elisabeth Büttner, Christian Dewald (Hg.): "Das tägliche Brennen. Eine Geschichte des österreichischen Films von den Anfängen bis 1945"; Salzburg/Wien, Residenz Verlag 2002 (516 Seiten, ISBN-13 978-3-902531-16-2)
Georg Spitaler: "Authentischer Sport – inszenierte Politik. Zum Verhältnis von Mediensport, symbolischer Politik und Populismus in Österreich"; Frankfurt a.M., Peter Lang Verlag 2005 (268 Seiten, ISBN 978-3-631-53986-6) |