Archiv der Online-Zeitung der Universität Wien
Wolfgang Langenbucher verabschiedet sich in Ruhestand |
| Emeritierung & Pensionierung |
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| Redaktion am 19. Juni 2006 |
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Wolfgang Langenbucher, langjähriger Vorstand des Instituts für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, emeritiert am 30. September und hält dieser Tage seine letzten Vorlesungen. Der aus Deutschland stammende Wissenschafter lehrt seit 1984 als Professor für Publizistik an der Universität Wien. In den vergangenen Jahren widmete er sich stark der Journalismusforschung. |
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Langenbucher wurde am 24. April 1938 in Pforzheim (Deutschland) geboren. Während seiner Studienzeit - er studierte in Stuttgart und München Volkswirtschaftslehre, Philosophie, Germanistik und Zeitungswissenschaft - arbeitete er für verschiedene Radioredaktionen. Während und nach seiner Habilitation über "Kommunikation und Beruf" im Jahr 1973 engagierte sich Langenbucher für eine Reform der Journalistenausbildung. Seine theoretischen Überlegungen fanden im Münchner Modellversuch eines berufsbezogenen Studienganges für Journalistik ihren Niederschlag.
Hochschullehrgänge und LBI gegründet
1984 nahm Langenbucher einen Ruf der Universität Wien als Ordinarius am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaften an. Ein besonderes Anliegen blieb dem Wissenschafter die Ausbildung des Nachwuchses. So begründete er die Hochschullehrgänge für Öffentlichkeitsarbeit, Markt- und Meinungsforschung sowie für Journalismus (Europajournalismus und Wirtschaftsjournalismus) in Zusammenarbeit mit Franz Bogner, Klaus Lojka und Fritz Karmasin. 1993 trug er gemeinsam mit Wolfgang Duchkowitsch und Fritz Hausjell zur Etablierung des Ludwig Boltzmann-Instituts für neuere österreichischen Kommunikationsgeschichte bei.
Damit geht ein vor allem für Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (ÖVP) nicht immer bequemer Zeitgenosse in den Ruhestand: Zu medialer Berühmtheit gelangte er nicht zuletzt, als er im Jahr 2001 in provokanter Manier gegen die Studienbedingungen am Publizistikinstitut protestierte, wobei er sich einen verbalen Schlagabtausch mit Gehrer lieferte.
Ab Oktober wird der deutsche Wissenschafter seinen Lebensmittelpunkt in die alte Heimat verlegen. Seine Nachfolge für Professur und Vorstandsposten ist nach Angaben des Instituts noch nicht geklärt, die Hearings seien aber bereits abgeschlossen. Die jüngste Veröffentlichung Langenbuchers, die er gemeinsam mit Michael Latzer im Verlag für Sozialwissenschaften herausgegeben hat, heißt "Europäische Öffentlichkeit und medialer Wandel". (APA) |