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Gerhard Kubik im Jahr 1952 als aktiver Jazzmusiker.


Augustine Maliyakibaba Haule und Gerhard Kubik in Madunda, Tanzania im Jahr 2004. Foto: Moya Aliya Malamusi, in: Allgayer-Kaufmann/Weber, "African Perspectives"


Biographisches Interview mit Gerhard Kubik Institut für Musikwissenschaft der Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät    
World-Music-Preis 2008 an Gerhard Kubik
Auszeichnungen
Redaktion am 10. Dezember 2008

Am Sonntag, 7. Dezember 2008 erhielt der Musikethnologe und Afrikanist Gerhard Kubik im Rahmen der World-Music-Preisverleihung 2008 den Ehrenpreis der Jury. Kubik, der am 10. Dezember seinen 74. Geburtstag feiert, ist bis heute in Forschung und Lehre aktiv.

Gerhard Kubik, 1934 in Wien geboren, reiste bereits während seines Studiums der Afrikanistik, Völkerkunde und Vergleichenden Musikwissenschaft an der Universität Wien nach Afrika, um vor Ort Feldforschungen durchzuführen. Das Interesse der Musiktraditionen Afrikas entwickelte sich aus seiner Leidenschaft für den Jazz und nach der Suche seiner Wurzeln.
Im Jahr 1971 promovierte Ao. Univ.-Prof. Dr. Gerhard Kubik, 1980 habilitierte er sich in Musikethnologie über "Theory of African Music". Seit 1974 lehrt er an der Universität Wien, zudem an der Universität Mainz und an verschiedenen Universitäten bzw. Instituten Afrikas und Brasiliens. Im Wintersemester hält er z.B. an der Universität Wien eine Vorlesung über Afroamerikanische Musikformen.

Afrika in Bild und Ton

Seine erste Feldforschung, 1959/60, dauerte rund ein Jahr und bildete den Auftakt für viele weitere Forschungsreisen nach Afrika und Südamerika. "Gerhard Kubik hat wie vielleicht niemand sonst die Forschung im Bereich der afrikanischen Musik geprägt", erklärt Ass.-Prof. Mag. Dr. August Schmidhofer vom Institut für Musikwissenschaft.

Kubik publiziert seit 1959 insbesondere zu Musik, Tanz, Totemismus, oraler Tradition und zur Erziehung in Afrika und in afrikanisch beeinflussten Kulturen Venezuelas und Brasiliens. Er ist Autor zahlreicher Monographien und Artikel in Fachzeitschriften. Seine Ton- und Filmaufnahmen aus Afrika stellen mit über 20.000 Titeln die größte Sammlung an Feldaufnahmen aus Afrika weltweit dar.

Für seine umfassenden Forschungen zur afrikanischen Musik erhielt Gerhard Kubik am 7. Dezember den Ehrenpreis der Jury im Rahmen des World-Music-Preises 2008 im Wiener Jazzclub "Porgy und Bess". Initiator und Veranstalter des World-Music-Preises, der neben dem offiziellen Preis auch den Publikumspreis und Förderpreis umfasst, ist das "Internationale Kultur- und Kommunikationszentrum (IKKZ) in Wien. (td)

Buchtipp:
August Schmidhofer/Dietrich Schüller (Hrsg.): For Gerhard Kubik. Peter Lang Verlag: Frankfurt am Main 1994

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