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Porträt "Professor für computerunterstützte Quantenmechanik"

Antrittsvorlesung "Viel-Elektronen-Berechnungen mit Dichtefunktionaltheorie: Erfolge, Fehler und zukünftige Entwicklungen", gehalten am 30. Oktober 2007

Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Georg Kresse

Professur für Computational Quantum Mechanics an der Fakultät für Physik

Lebenslauf

geboren am 21. Juli 1967 in Wien
1977-1985 AHS in Leoben, Österreich
1990 Diplom-Ingenieur für Technische Physik
1992-1998 Postdoc-Stelle am Institut für Theoretische Physik an der Technischen Universität Wien
1993 Doktor der Technischen Wissenschaften (Sci.D.)
1996-1997 Postdoc-Stelle an der University of Staffordshire, UK
1997 Erich-Schmid-Preis der österreichischen Akademie der Wissenschaften für außergewöhnliche Leistungen in der Theoretischen Physik
1998-1999 Postdoc-Stelle am Institut für Technische Elektrochemie an der Technischen Universität Wien
1999-2001 Universitätsassistent, Institut für Materialphysik, Universität Wien
2001 Habilitation und Lehrbefugnis 'Theorie der kondensierten Materie'
seit 2001 Ao. Univ.-Prof., Institut für Materialphysik, Universität Wien
2001 Ludwig-Boltzmann-Preis der österreichischen Physikalischen Gesellschaft
2003 START-Preis des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF)
2003 Hellman-Preis der Internationalen Arbeitsgemeinschaft Theoretische Chemie
seit April 2007 Professur für Computational Quantum Mechanics an der Universität Wien

Forschungsschwerpunkte:

*Entwicklung von Methoden zur parameterfreien Beschreibung von Vielelektronensystemen:
Dabei liegt der Schwerpunkt auf periodischen und nicht periodischen Materialien in der kondensierten Phase. Die Beschreibung erfolgt mit der Vielelektronen-Schrödingergleichung, die mit Hilfe von neuen effizienten numerischen Verfahren gelöst wird. Verwendung findet dabei unter anderem die von Walter Kohn (Nobelpreis 1998) entwickelte Dichtefunktional Theorie. Umgesetzt wurden diese Algorithmen im Programmpaket VASP (Vienna ab initio package), das von etwa 500 Forschungsinstituten und zahlreichen Industrieanwendern lizensiert wird.

*Obwohl die Dichtefunktionaltheorie im Prinzip exakt ist, ist man in der Praxis auf zahlreiche Näherungen angewiesen.
Im Moment werden Methoden entwickelt die Genauigkeit der Berechnungen und Vorhersagen um etwa eine Größenordnung steigern sollen. Dies erfordert in vielen Fällen von der, in der Praxis näherungsweisen, Dichtefunktionaltheorie abzugehen, und neu Methoden, die man sonst nur in der Quantenchemie verwendet, einzusetzen. Aufwendige aber genaue quantenchemische Methoden können damit auch zur Beschreibung von Festkörper und Flüssigkeiten eingesetzt werden.

*Bestimmung von Materialeigenschaften von Halbleitern und Metallen unter Benutzung von quantenmechnischen Methoden (VASP):
Die Festigkeit, thermischen Eigenschaften, Bandlücken, und elektrischen Eigenschaften, sowie Adsorptionseigenschaften unter Lichteinfall werden für neue Materialien vorhergesagt und optimiert.

*Oberflächenpyhsik und Katalyse. Die katalytischen Eigenschaften von Zeoliten und Metalloberflächen werde studiert um eine optimierung der Katalysatoren zu erreichen.

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